Ergotherapie in Lübeck
Handtherapie, Neurologie und Alltagstraining für Kinder und Erwachsene – alltagsnah, individuell, zugewandt.
So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Wann sind Sie zuletzt gehüpft, rückwärts gegangen oder mit der Hand über einen Heizkörper gefahren? Genau solche Sachen verordnen wir – nicht aus Übermut, sondern weil das Gehirn beim Spielen schneller lernt als beim Üben. Wir sprechen den ganzen Menschen an: Bewegung, Tasten, Sehen, Gleichgewicht. Wir schauen zuerst, was gut geht. Danach klären wir, was Sie wieder können möchten.
Spielen ist die Arbeit
Ein Säckchen wandert hinter dem Rücken von einer Hand in die andere, 30 Sekunden lang. Sieht nach nichts aus, weckt aber beide Hirnhälften – Aufwärmtraining fürs Stillsitzen, im Prinzip wie Einlaufen vorm Fußballspiel. Solche Rituale nehmen Kinder mit nach Hause, weil sie in jeden Tag passen. Die Eltern sind dabei und wissen deshalb, worum es geht. Das ist kein Beiwerk: Kinder, deren Familien mitmachen, kommen schneller ans Ziel.
Zurück in den Alltag
Was möchten Sie wieder können? Damit fängt es an – nach einer Erkrankung oder nach einem Unfall. Manchmal ist es ein Knopf am Ärmel, manchmal der Weg zur Bushaltestelle. Wir suchen gemeinsam den Weg dahin, oft über Umwege: rückwärts durch den Raum gehen, eine Oberfläche ertasten, hüpfen wie ein Kind. Beim Spielen entstehen Verknüpfungen im Gehirn deutlich schneller.
Erst der Daumen
Daumen und Zeigefinger zusammenführen – der unspektakulärste Handgriff überhaupt, und ohne ihn wäre die Menschheit nicht besonders weit gekommen. Hier beginnt unsere Arbeit nach Verletzungen und Operationen an der Hand: greifen, halten, wieder zupacken können.
Schritt für Schritt
Nach einem Schlaganfall oder einer anderen neurologischen Erkrankung ist vieles anders. Wir bauen Alltägliches neu auf – nicht als Programm von der Stange, sondern auf Sie zugeschnitten: Manchmal ist es der Griff nach der Kaffeetasse, manchmal der Weg ins Bad, manchmal etwas, das unbedeutend wirkt und trotzdem den Tag verändert.
Wer wir sind
Eileen Karrenbrock
Ergotherapeutin
Julia Rasche
Ergotherapeutin
Lukas Hoste-Hansen
Ergotherapeut
Häufige Fragen zur Ergotherapie
Rezept, erster Termin, Unterschied zur Physiotherapie: Diese Fragen hören wir am häufigsten.
Was ist Ergotherapie?
Ergotherapie hilft, wenn Dinge nicht mehr gelingen, die im Alltag zählen: eine Jacke zuknöpfen, ein Brot schmieren, im Unterricht mitkommen, wieder arbeiten gehen. Wir fragen deshalb nicht zuerst, was fehlt, sondern was Sie wieder können möchten.
Daraus wird das Ziel. Der Weg dahin führt über Bewegung, Wahrnehmung, Konzentration oder ganz praktisches Üben – was davon, entscheidet Ihr Alltag und nicht die Diagnose.
Wobei hilft Ergotherapie?
Ergotherapie kommt infrage nach Verletzungen und Operationen, nach einem Schlaganfall oder bei anderen neurologischen Erkrankungen, bei Kindern in ihrer Entwicklung, bei Konzentration und Wahrnehmung und in Zeiten hoher Belastung.
So unterschiedlich das klingt – der Blick ist immer derselbe: Wir schauen zuerst darauf, was da ist und gut funktioniert, und bauen darauf auf. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ergotherapie in Ihrer Situation etwas bringt, fragen Sie uns oder sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.
Was ist der Unterschied zwischen Ergotherapie und Physiotherapie?
Beide Berufe haben viel gemeinsam: Auch wir kennen Muskeln, Nerven und Bewegungsabläufe gut. Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer sind das eine – bei uns geht es um die Dinge, für die Sie das alles brauchen.
Deshalb hilft Ergotherapie auch dort, wo es nicht allein um Bewegung geht – bei Konzentration, bei Struktur oder nach einer belastenden Zeit. Beide Therapien ergänzen sich gut, viele Menschen machen sie parallel.
Brauche ich ein Rezept für Ergotherapie?
Ja. Ergotherapie ist ein Heilmittel und muss ärztlich verordnet werden. Die Verordnung stellt meist eine Fachärztin oder ein Facharzt aus; bei bestehender Diagnose kann das auch die Hausarztpraxis übernehmen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ergotherapie für Sie infrage kommt oder welche Verordnung Sie brauchen: rufen Sie uns gern an. Wir helfen beim Sortieren, bevor Sie den nächsten Arzttermin machen.
Wie läuft der erste Termin ab?
Bringen Sie einfach die Verordnung mit – mehr brauchen Sie nicht. Beim ersten Termin geht es ums Zuhören: Sie erzählen, warum Sie da sind, wie Ihr Alltag aussieht und was Sie sich wünschen. Erst danach planen wir gemeinsam, woran wir arbeiten.
Bei Kindern nehmen wir uns für den Anfang besonders viel Zeit. Zuerst sprechen wir mit den Eltern: Was fällt im Alltag auf, was wünschen Sie sich? Ihr Kind lernen wir in Ruhe kennen – spielerisch, ohne Test, ohne Leistungsdruck. Wenn Ihr Kind sich wohlfühlt, ist der wichtigste Schritt getan.
Wie lange dauert es, bis sich etwas verändert?
Das ist ganz unterschiedlich und hängt davon ab, woran wir gemeinsam arbeiten. Wichtig ist vor allem, was zwischen den Terminen passiert – zu Hause, in der Schule, bei der Arbeit.
Wer die Anregungen mitnimmt und ausprobiert, kommt erfahrungsgemäß schneller ans Ziel. Was sich bei Ihnen gut einbauen lässt, überlegen wir zusammen.
Muss ich zu Hause üben?
Am meisten bringt es, wenn etwas aus der Therapie in Ihren Alltag übergeht. Es sind kleine Dinge, angebunden an etwas, das ohnehin jeden Tag passiert. So bleibt es machbar, auch an vollen Tagen.
Bei Kindern sind die Eltern dabei und bekommen konkrete Anregungen für zu Hause. Das macht den größten Unterschied.
Wie finde ich heraus, ob die Praxis zu mir passt?
Sprechen Sie uns einfach an. Ein Gespräch klärt oft schon viel: Sie erzählen, was Sie beschäftigt, und wir sagen Ihnen offen, was Ergotherapie dazu beitragen kann.
Wichtig ist uns, dass die Zusammenarbeit stimmt – fachlich und menschlich. Im Team haben wir unterschiedliche Schwerpunkte und Arbeitsweisen, deshalb schauen wir gemeinsam, wer am besten zu Ihrem Anliegen passt.
Ist die Praxis barrierefrei?
Ja, vollständig. Sie können bis zum barrierefreien Eingang an der Gebäuderückseite vorfahren und dort in Ruhe aussteigen. Zum Parken stehen die Parkhäuser in der Nähe zur Verfügung, alle gut zu Fuß erreichbar.
Die Bushaltestelle liegt direkt vor dem Haus, im Gebäude gibt es zwei Aufzüge und breite Flure.
Ergotherapeut:in (m/w/d) gesucht
Vollzeit oder mindestens 32 Stunden, ab dem 1. Oktober 2026, mitten in der Lübecker Altstadt. Wir sind ein interdisziplinäres Team aus drei Ergotherapeut:innen und sieben Logopäd:innen und suchen jemanden mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung.